Mittwoch, 28. Juli 2010

Das Provisorium in der Zahntechnik



Na, wie soll es denn sein? 


Gut, mittelmäßig oder sogar fast schlecht?


Wie der Name erkennen lässt, ist ein Provisorium nicht von Dauer, es erfüllt die zeitlich begrenzte Aufgabe, Patienten die Übergangsphase zur definitiven Versorgung so angenehm wie möglich zu gestalten.


Gleichzeitig erhalten alle Beteiligten, Antworten auf folgende Fragen:


Wie sehr identifiziert sich der Patient mit der angebotenen Lösung?


Sind die anatomischen und ästhetischen Belange beachtet worden?


Gewinnen alle Beteiligten eine Vorstellung des Endergebnisses?


Die Prognose für eine gute und langlebige Versorgung muss sich schon im Übergang widerspiegeln.


Provisorische Versorgungen sind die Visitenkarte eines zahntechnischen Labors.
Späterer Funktion und Form so nahe wie möglich zu kommen, stärkt die Motivation des Patienten, eine Behandlung durchzuhalten.


Keinesfalls vertretbar erscheint es, nicht optimale Lösungen anzubieten, damit Patienten auch wirklich interessiert sind, die ihnen nahegelegte endgültige Versorgung zu erlangen.
Sollten Kompromisse in der Ausgestaltung einer Übergangsversorgung notwendig sein, manchmal notwendig aufgrund statischer Belange, so kann dieses im offenen Gespräch dargelegt werden.


Ein gutes Provisorium ermöglicht dem/der Behandler/-in, falls notwendig, den einfachen Zugang zum Behandlungsfeld, dem Patienten eine sichere Nutzung und dem Labor das Erlangen einer vertrauensvollen, gemeinsamen Arbeit.


Fragen oder Anregungen zu diesem Thema?

Donnerstag, 3. Juni 2010

Halbherzig ganzheitlich oder mit ganzem Herzen?



Wie dehnbar ist doch der Begriff Ganzheitlichkeit!


Zahnarztkunden stehen u. U. in einer Praxis/einem Dentallabor und erfahren, dass sie dort ganzheitlich betreut und beraten werden.


Welcher fachliche Inhalt sich dahinter verbirgt, ist nicht wirklich klar.
Ganzheitlich arbeiten - Bewusst, nicht den einfachen Weg gehen!
Der Befund eines Patienten wird nicht isoliert, sondern als Teil eines Gesamtbildes gesehen. Der menschliche Organismus besteht aus Zusammenhängen die einander beeinflussen.


Die genaue Befragung und Untersuchung ergibt einen Befund, welcher als Teil des Oberbegriffs „Befinden“ gesehen werden sollte.


Dieses menschliche Befinden erfährt im Einzelfall verschieden große Auswirkungen, wenn die gesundheitliche Balance aus dem Gleichgewicht gerät.


Zahnärzte, die sich bewusst ganzheitlich dem Patienten nähern, verfügen über eine große Bandbreite an Fachwissen und interdisziplinäre Netzwerke.


Befundentstehung und/oder Auswirkung werden differenzierter betrachtet und bewertet.
Das zahntechnische Labor sollte sich intensiv damit auseinander setzen, diese Leistung des Zahnarztes unterstützen zu können.


Kenntnisse der allgemeinen Anatomie und Gesundheitslehre sollten einhergehen, mit fundiertem Fachwissen der Werkstoffkunde und Fertigungstechnik.


Ein ganzheitlich orientiertes Labor muss sich dem Zahnarzt, Heilpraktiker und Osteopathen / Physiotherapeuten im fachlichen Gespräch nähern können.


Beide sollten einander verstehen.


Zahntechnik nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Gesundheitsleistung.
Lebensqualität wiederherstellen, verbessern und erhalten, orientiert an den Befindlichkeiten des jeweiligen Menschen.


Fragen/Stellungnahmen zu diesem Thema?

Dienstag, 18. Mai 2010

Schnarchen für Einsteiger und Fortgeschrittene…



Der Einsteiger


Er schnarcht gelegentlich, vielleicht nach dem Genuss von Alkohol in geselliger Runde, oder eine Erkältung schränkt die Nasenatmung ein.
Das ist völlig normal, kein Grund zur Sorge!

Der Fortgeschrittene


Er schnarcht ständig und schläft dadurch schlecht. Eine Erkältung liegt nicht vor und dennoch ist die entspannte Atmung im Schlaf erschwert. Die Erholung nach der Schlafphase ist nicht spürbar, Trockenheitsgefühl im Munde ist vorhanden.

Wird es zur Belastung, sollten sie sich Rat holen!

Haben sie alle Hilfsangebote bedacht, vielleicht ihren Zahnarzt befragt?

Eine Schnarch-Schiene, individuell für sie eingemessen und angepasst, kann der richtige Weg sein, sofern keine organischen Erkrankungen angeführt werden.

Nach Abformungen der Kiefer, entstehen Modelle, auf denen in unserem Labor, sehr dezente, durchsichtige Kunststoffschienen gefertigt werden. Gegen die Rückverlagerung des Unterkiefers während der Schlafphase, bringt der Zahntechniker an den Schienen kleine Verbindungselemente für beide Kiefer an. Vor dem Schlafengehen eingesetzt, verhindert eine Schnarcherschiene, dass sich der Unterkiefer zu weit zurück verlagern kann und somit die Zunge in den Rachenraum absinkt. Dieser Zustand verschlechtert die Luftzirkulation, da die Atemwege behindert werden. Eine leichte Führung des Kiefers während der Nachtruhe, kann oft schon gute Wirkung zeigen.

Verschiedene Schienenmodelle sind verfügbar, was sich unabhängig von der Wirkung, in Fertigung und Preis niederschlägt.

Ihr Zahnarzt und unser Labor informieren sie gerne näher!

Mittwoch, 14. April 2010

Zahntechnisches Patientencoaching?



Was ist das denn schon wieder?
Ganz einfach!

Eine umfassende Beratung und Begleitung für den Fall, dass ein Patient sich mit dem Thema Zahnersatz auseinandersetzen muss.
Jeder Patient ist gut beraten, die Informationen der zahnärztlichen Seite für sich zu nutzen.
Oftmals stellen sich die wirklichen Fragen aber erst zu Hause, oder im Gespräch mit vertrauten Personen, die in einer ähnlichen Situation sind oder waren.

In jeder Lebenslage kann man sich heute irgendwo Rat holen.
Warum nicht auch den Rat des erfahrenen Zahntechnikers?

Der Zahnarzt, dem man sein Vertrauen schenkt, wird alles daran setzen, reichhaltige Informationen bereit zu stellen. Manchmal gehen diese jedoch gerade im werkstoffkundlichen Bereich so sehr ins Detail, dass auch er vielleicht gern einen Ansprechpartner an seiner Seite hätte.
Fragen nach der Kompatibilität verschiedener Werkstoffe, Langzeitprognosen und variable Verarbeitungswege sind auch für ihn von Interesse.
Es ist also eine Frage der informellen Vernetzung, damit für alle Beteiligten ein gutes Ergebnis erzielt werden kann.
Hier steht der mündige Patient auf gleicher Stufe mit dem Zahnarzt und dem Zahntechniker.
Patienten suchen sich ihre Ärzte nach persönlichen Schwerpunkten aus.
Warum nicht auch den dazugehörigen Zahntechniker?
Neue Wege dienen dazu, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen!

Was erhofft sich ein potentieller Patient?
Wie möchte ein Zahnarzt wirklich betreut werden?
Was kann die Zusammenarbeit fördern?

Nehmen sie Stellung, stellen sie Fragen!

Ihre Pia Trautmann

Freitag, 19. März 2010

Thema: Kopfschmerzen


Heutzutage plagen sich viele Menschen mit Kopfschmerzen. Vielfach ist ihnen nicht bekannt, dass diese auch von einer gestörten Kaufunktion herrühren können.

Was ist in diesem Fall zu tun?
Der Zahnarzt ist der professionelle Ansprechpartner. Er kann untersuchen, ob die funktionellen Abläufe in der Form gestört sind, dass sie sich unter Umständen als Kopfsschmerzen äußern. Das menschliche Kauorgan hat unter anderem den Zweck, Stress abzubauen in dem die Zahnreihen häufiger Kontakt miteinander suchen. Nächtliches Knirschen z. B. fördert Verspannungen, die sich besonders beim morgendlichen Aufstehen bemerkbar machen können. Man fühlt sich verspannt und nicht ausgeruht. Nackenschmerzen sind vielleicht spürbar.
Wer ist in der heutigen Zeit nicht im Stress oder schafft es, diesen wirklich abzubauen?
Sport hilft hier oft weiter. Auch ein ausgedehnter Spaziergang verschafft Ablenkung und die Entspannung wird gefördert. Gelingt es dem Menschen aber auf diesem Wege nicht, seine Beschwerden zu lindern, sollte u. U. der Zahnarzt gefragt werden.

Gibt es erkennbare Spuren eines gestörten Funktionsablaufes?

Moderne Zahnheilkunde reicht weit über die Anfertigung von Zahnersatz hinaus. Sie wird zunehmend ganzheitlich gesehen. Der Mensch steht im Fokus.
Das vorhandene Problem, ist wichtig und wie es dazu kam.
Zuhören und sich einfühlen können, in einen bis dato fremden Menschen.

Wird eine zahntechnische Beteiligung als notwendig erachtet, steht unser Labor mit seinem Wissen dem Zahnarzt und Patienten zur Seite.
Fallbezogen muss Material empfohlen und verarbeiten werden, das in jeder Hinsicht der Patientengenesung dient.
Zahntechnische Produkte bedürfen einer fachgerechten Gestaltung um den gewünschten Zustand auf Dauer zu erhalten. Allergiepatienten erfordern hier noch mal besondere Aufmerksamkeit.
Fazit ist, Kopfschmerzen können viele Ursachen haben, eine jedoch, kann, eine Störung im Ablauf der Kaufunktion sein.


Wenden sie sich im Zweifel vertrauensvoll an ihren Zahnarzt.

Ich informiere sie gern, ihre Pia Trautmann